In F3 Speed haben wir 3 verschiedene Arten von Veranstaltungen:

  1. Speedcups
  2. Deutsche Meisterschaft
  3. Weltrekord Versuche

Auf der Deutschen Meisterschaft (kurz "DM") werden in verschiedenen DAeC Klassen (Verbrenner und Elektro) die Deutschen Meister ermittelt. Eine Anmeldung mit Startgeld ist erforderlich und Flüge finden nach fester Startreihenfolge statt. Die Speedmodelle werden auf Regelkonformität überprüft, was Flächeninhalt, und damit zulässiges Gesamtgewicht betrifft. Für einen Interessierten an F3 Speed bzw. Einsteiger in die Materie gibt es bessere Veranstaltungen für den Start. Auch ein Rookie kann an der DM teilnehmen, keine Frage. Es gibt keine Regel, die das unterbinden würde. Ein reiner Speedcup wäre allerdings eine geeignetere Veranstaltung für einen Einsteiger. Dazu später mehr.

Bei den Weltrekord Versuchen (kurz "WR") wird versucht die bestehenden FAI Geschwindigkeits Weltrekorde in unterschiedlichen FAI Klassen zu brechen (Verbrenner, Elektro, Fläche, Heli). Hier ist die Messanlage mit Highspeed Kameras zur genauen Dokumentation ausgestattet, auch die Messstrecke ist länger als auf der DM. Als DAeC Veranstaltung ist hier eine gültige FAI Nummer Pflicht. Die Startreihenfolge wird meist unter den Piloten und Helfern geregelt.

Speedcups

Hier soll es jetzt aber primär um die Speedcups gehen. Die Speedcups als Veranstaltung gehen auf eine lange Tradition zurück. Die ersten Veranstaltungen datieren Ende der Sechsiger Jahre bis Anfang der Siebziger Jahre. Für alle Interessierten ist ein lesenswerter Artikel von Erich Däubler hier bei SpeedScene gespeichert. Speedcups sind lockere Treffen der Freunde schneller Modelle! So kann man das vereinfacht ausdrücken. Hier ist jeder Pilot gerne gesehen, der sein schnelles Modell einmal durch die Messanlage pilotieren möchte. Dabei gibt es eine ultimative Antwort auf die Frage: Wie schnell ist mein Modell? Das setzt natürlich voraus, dass man die Messstrecke auch trifft. Aber dabei wird man bei einem Speedcup gerne unterstützt, was Flugaufgabe und Taktik angeht. Auch Fragen zu Setups und Modellen werden ausführlich diskutiert. Manchmal geistern in Internet Foren Gerüchte herum, dass Speed Piloten ihr Wissen nicht teilen würden. Alle Teilnehmer bzw. Besucher eines Speedcups werden etwas anderes berichten. Aus Interessierten werden sehr schnell "Dauergäste", aus Rookies werden versierte Speedpiloten.

Speedcups werden meistens über 3 Tage veranstaltet (FR/SA/SO), aber das hängt natürlich vom Veranstalter ab. Camping ist oft direkt am Platz möglich und somit ist ein hautnahes "Race Feeling" garantiert. Die Startreihenfolge regeln die Piloten untereinander. Am Abend wird der Grill angeworfen und bei einem Kaltgetränk der Tag in geselliger Runde beendet. Auch Tagesteilnahmen sind natürlich möglich, eine Versicherung ist aber in allen Fällen erforderlich. Anmeldungen sind in der Regel nicht nötig, aber vom Veranstalter immer gerne gesehen, da er die Verpflegung so besser planen kann. Ein Startgeld bei einem Speedcup ist eher unüblich. Es hat sich in der Speedszene eingebürgert, dass wir dem ausrichtenden Verein eine angemessene Spende zukommen lassen. Jeder Veranstalter soll seine Kosten decken können und am Ende ein Plus in der Endabrechnung stehen haben. Dieses Verfahren hat bisher immer funktioniert! Wer als Verein jetzt auf den Geschmack gekommen ist, und einen Speedcup ausrichten möchte, der kann sich unverbindlich bei einem Speedpiloten unter "Kontakt" melden. Alles weitere wird sich dann ergeben. Danke im Voraus an das Engagement für den Speed Sport!

Auf einem Speedcup wird alles geflogen, was schnell ist. Vom reinen Speedmodell über F5D Pylon, F5B Hotliner bis Funjet. Nur Turbine ist nicht erlaubt, denn dafür gibt es keine FAI Speed Klasse. Nicht nur bei der Jugend sehr beliebt sind Holzmodelle wie der ZwoadrittlSpeed Ninja und Gixxer aus der Feder von Erwin Schamburger. Ganze Jugend- und Baugruppen haben angefangen Speedmodelle zu bauen, die man mit preiswerten Komponenten für den Einstieg ausrüsten kann. Auf dem Speedcup in Spelle wurde dann 2013 zum ersten mal eine Wertung für Holzmodelle ausgeschrieben. Dieses Angebot fand regen Zuspruch und hat allen Teilnehmern sehr viel Spaß bereitet. Alles kann, nichts muss. Das ist das unausgesprochene Motto aller Speedcups. Vorbeikommen, Spaß haben und natürlich sehr schnell fliegen! Und am Ende steht ein kurzweiliges Wochenende mit vielen neuen Eindrücken, Kontakten und Erfahrungen. Wie schnell ist denn nun euer Modell?